Seit meinem letzten Strandurlaub war ich nicht mehr auf Reisen. Das macht aber Nichts, denn in Quito & Tumbaco gibt meistens auch etwas zu tun. Wahrheitsgemäß muss ich aber sagen, meistens ging ich nur nicht mit den anderen Freiwilligen auf Wochendtrips, weil ich an den Orten schon war. So wird es auch das nächste Wochenende über sein, hier in Ecuador haben wir Feiertage und ein langes Wochenende von 5 Tagen. Fast alle Freiwilligen haben zusammen einen Dschungeltrip gebucht, und da ich schon im Dschungel war und ja nicht ganz so der Fan von Krabbeltieren bin, bleibe ich allein zu Hause und habe noch nicht wirklich geplant, was ich tun werde. Meine Gastmutter wird wahrscheinlich aufs Land hinausfahren und die 5 Tage dort arbeiten, so dass ich ganz allein sein werde. Alleine hatte ich auch keine Lust woanders hin zu verreisen, deswegen vermute ich, dass ich die Feiertage ganz entspannt in Tumbaco & Quito verbringen werde.

Man sagt aber, an Feiertagen ist ganz Ecuador am verreisen, also stelle ich mir vor, dass Quito etwas leerer sein wird als sonst und vielleicht nicht ganz so hektisch – mal sehen ob sich meine Theorie bestätigt.

Sonst gibt es nicht so viel zu berichten, die Arbeit im Büro macht mir immer noch Spaß und ich habe das Gefühl ich lerne eine Menge. Donnerstag & Freitag bin ich mit meiner Kollegin nach Ambato gefahren, etwa 2-3 Stunden südlich von Quito, um die Freiwilligen dort in ihren Projekten zu besuchen und zu sehen wie es ihnen geht. Die 2 Tage waren anstrengend, mit einem relativ vollen Stundenplan, aber schön. Ich fand es außerdem sehr interessant zu sehen, wo die Freiwilligen arbeiten und was für eine Art Projekt es ist, in dem sie helfen. Ambato kann man nicht als schoen bezeichnen, aber es ist klein und ueberschaulich, nur 280.000 Einwohner, leere Busse, sehr nette Leute und mir hats gefallen und hat mich an Hannover erinnert!

Neben der Arbeit hat sich eben schon seit längerem der Alltag eingefunden. Ab und zu trifft man sich mit Freiwilligen nach der Arbeit, um noch einen Kaffee zu trinken oder zu essen bevor es nach Hause geht, aber sonst wird neben der Arbeit von meiner Seite aus nicht mehr sooo viel getan, weil ich meistens eben erst gegen 19 Uhr zu Hause bin und es dann für das meiste schon zu spät ist.

Wenn ich nach Hause komme und meine Gastmutter ist noch wach, unterhalten wir uns oder ich spiele noch ein Bisschen mit den Kindern, aber dann kehrt immer auch sehr bald die Nachtruhe im Hause Quilumba Anrrango ein.

An den Wochenenden treffe ich mich mit Freunden, verbringe den Tag zu Hause oder arbeite, was auch ab und an vorkommt.

Heute allerdings, habe ich mein erstes Erdbeben miterlebt. Es war ein Bisschen gruselig, als ob ein Schnellzug genau neben meinem Fenster vorbeifuhr und das Haus zum Beben brachte (Ich hab nur kein Fenster und Schnellzüge gibt es in Ecuador auch nicht), aber es ist nichts passiert, das Haus und die Erde haben nur gebebt, Erdbeben eben!

 

Lasst es euch gut gehen, saludos y un abrazo, Ronjis

 

Lang lang ist’s her, dass ich etwas schrieb, aber jetzt ist es soweit!

Neben der Arbeit im Büro, gibt es in meinem neuen Arbeitsalltag aber auch viel Abwechslung. Meine Arbeit besteht neben Telefonaten, Emails verfassen und versenden, Organisatorischem, dem Kontakt zu den Freiwilligen und vielem mehr, auch aus Projektbesuchen und Familienbesuchen. Also neue Familien und Projekte besuchen um zu sehen ob sie für die Zusammenarbeit mit VASE in Frage kommen, oder Projektbesuche um zu sehen ob es den Freiwilligen dort gut geht, ob alles gut läuft, und so weiter. Bis jetzt finde ich meinen neuen Job sehr interessant, spannend und noch nicht langweilig, die Arbeit macht mir Spaß!

Einen Abend gingen wir mit dem VASE-Team aus, um die „Bienvenida“ einer neuen Mitarbeiterin zu feiern. Erst in eine Bar etwas essen und trinken, und dann wollten wir eigentlich zu den „Fiestas de Guápulo“, die waren aber eher öde, deswegen aßen wir nur „Choclo con Queso“ (Maiskolben mit Käse drauf) und fuhren dann weiter in die Mariscal, in eine Salsa-Bar.

Am nächsten Morgen fuhr ich nach Hause und meine Mutter sagte mir, dass der Präsident im Coliseo sei. Ich dachte mir, da gehe ich hin, mir mal anhören was der Präsident heute so zu berichten hat. Nach 15 Minuten musste ich aber leider wieder gehen, weil ich mir seine Reden nicht weiter anhören konnte. Es ging darum, dass ein Journalist irgendetwas über den Präsidenten (irgendein Skandal, ich weiß nicht so genau was eigentlich) veröffentlicht hat, und der Präsident natürlich alles bestreitet, er den Journalisten aber verklagt hat und der jetzt eine unglaublich hohe Strafe zahlen soll. Und um seine Aussage zu stützen, dass er, der Präsident, unschuldig ist und der Journalist sich selbst in Widersprüche verfängt und unglaubwürdig macht, spielte er 2 kurze Ausschnitte aus einem Radiointerview des Journalisten vor.

Jedenfalls fand ich, dass dadurch der Präsident unglaubwürdig wirkte, denn man hörte 2-3 Sätze des ganzen Interviews und damit wollte der Präsident beweisen, dass er im Recht und der Journalist im Unrecht ist, und dann hatte ich keine Lust mehr, mir weiter solche doofen „Beweise“ anzuhören.

(Natürlich musst ich trotzdem ein Foto machen, wann kommt denn sonst nochmal der Präsident nach TUMBACO?)

Danach besuchte ich noch eine andere Freiwillige und wir feierten ihren Geburtstag vor (hier kann man das ruhig machen.. ich finde es seltsam, aber naja!), war schön und es gab leckeres Essen und tollen Kuchen!

Am nächsten Wochenende musste auch schon wieder gearbeitet werden, wir waren in der „Casa Humboldt“, wo der Tag der Sprachen zelebriert wurde und wir mit VASE einen Stand hatten, um den Freiwilligendienst ein wenig zu promoten. Wie man sehen kann, macht die Arbeit aber Spaß!

Sonntag machte ich dann mit Xime und Marie, einer anderen Freiwilligen eine Fahrradtour, von Cumbayá nach Puembo, ungefähr 20km. Es hat Spaß gemacht, auch wenn ich das Gefühl hatte dass mehr als die Hälfte des Weges bergauf ging (aber was habe ich in den Anden denn auch erwartet?).

Anschliessend kochte ich noch Nudeln. Ich weiß, Nudeln sind nichts Spannendes, eigentlich nicht einmal wirklich erwähnenswert und schon gar kein Foto wert, ABER wenn man jeden Tag Reis isst, freut man sich wahnsinnig über Nudeln, (Ich muss zugeben, es gibt manchmal auch Nudeln, aber immer gleich zubereitet, mit so ein bisschen Gemüse reingeschnippelt und meistens Koriander…. dann aber auch nur als Beilade zum Reis), deswegen auch mal ein kleines Fotolein!

Neben der Arbeit, die immer noch super ist und Spaß macht, geht das ganz normale Leben weiter. Ich sehe meine Familie nicht so viel, weil ich jetzt in Quito arbeite und immer frühestens um 18.30 Uhr nach Hause komme, häufig aber noch irgendetwas zu tun habe und dann später zu Hause bin und dann ist es etwas schwierig mit meiner Familie, weil die häufig sehr früh schlafen gehen (heute zum Beispiel kam ich um 19.45 Uhr nach Hause und alles schlief bereits). Sonst geht es mir aber immer noch gut in meiner Familie und ich fühle mich sehr wohl in meinem Zuhause. (Halli Galli und UNO sind schon wieder out, jetzt wird Domino gespielt, oder Domino Day nachgespielt).

Ich bekam zum Geburtstag eine leckere Lasagne und einen Kuchen, eigentlich sogar eine richtig süße, kleine Torte. Die Kinder haben aber wohl so mit der Tüte rumgeschleudert, dass das „Feliz Cumpleanos“ am Deckel klebte. Der Kuchen war aber echt lecker und ich war glücklich mit meiner Mami und meinen Geschwistern.

Wir feierten meinen Geburtstag aber nur nach, denn am Wochenende fuhr ich mit ein paar Freiwilligen an den Strand. Einige von uns hatten auch den Montag frei, da wir ja am Samstag vorher arbeiteten. Das Wochenende war echt schön, wir fuhren nach Puerto López, eigentlich wollten wir wieder Wale beobachten, aber die haben uns ein Bisschen beschissen und anstatt Wale zu beobachten und zur Isla de la Plata zu fahren, fuhren wir nur zur Insel. Hätte ich das gewusst, wäre ich nicht mitgefahren, denn ich war schon einmal da und fands nicht so spannend um noch einmal dort hinzufahren, war aber trotzdem schön!

Die anderen beiden Tage fuhren wir zum „Playa de los Frailes“, einem seeeeeeeeeehr schönen Strand. Man muss zwar Eintritt bezahlen, weil es ein Nationalpark ist, aber es lohnt sich!

Es geht mir also sehr gut, ich finde meine Arbeit super, mag meine Kolleginnen sehr gerne, verbringe meine Freizeit mit tollen Dingen und fühle mich wohl in meiner Familie!

Daraus resultiert, dass ich Deutschland nicht vermisse und noch gar nicht an den kommenden August denken möchte und ich dann (vorerst) endgültig zurückkehren muss.

Lasst es euch gut gehen, un abrazo, Ronjita

Lang lang ist’s her, die 9 Tage in Deutschland, dabei bin ich erst seit 3 Wochen wieder in Quito, es fühlt sich aber länger an!

Der Rückflug „damals“ nach Hause, begann eigentlich ganz gut, es war sehr schönes Wetter und man konnte 3 Berge vom Flughafen aus sehen, sonst bin ich immer froh wenn ich mal den Cotopaxi sehe! Dann wurde der Flug aber doch sehr anstrengend, wir sind immer mit der Sonne geflogen, so dass es immer hell war und ich nicht schlafen konnte, aber man sich auch nicht ununterbrochen Filme angucken kann. Dann musste ich noch 4 Stunden in Amsterdam warten, dann gings aber schnell und schon war ich wieder in Hannover!

Hannover hat sich in dem Jahr nicht verändert, aber es ist immer noch schön :-)

Die 9 Tage vergingen aber wie im Flug, nach dem kleinen Grillfest am Wochenende war plötzlich auch schon wieder Donnerstag und ich saß am Flughafen und wartete auf meinen Flug nach Frankfurt, der Verspätung hatte!

Der Rückflug war auch nicht so richtig entspannend, 3x umsteigen und irgendwie war es manchmal kalt, trotz der Decke!

Abgesehen davon, dass Niemand am Flughafen war um mich abzuholen, sie das angeblich aber machen wollten und sich dann herausstellte, dass fast die ganze Familie übers Wochenende weggefahren ist, fing der erneute Aufenthalt im Andenstaat aber dann doch ganz gut an!

Mein Gastvater war nicht weggefahren und war sogar zu Hause und konnte mich ins Haus lassen, als das Taxi vor der grünen Metalltür hielt.

Am Wochenende fuhr ich dann eine Freundin besuchen und wir bereiteten Ceviche zu. Bisher hatte ich das noch nicht gegessen, weil es immer mit Koriander serviert wurde und ich ehrlich gesagt auch nicht sooo scharf darauf war. Dann sah ich, dass die Familie meiner Freundin eine halbe Flasche Fanta ins Essen kippte und ich war mir dann nicht mehr so sicher, ob ich es echt probieren wollte, aber es hat dann doch geschmeckt!

Den Rest des Wochenendes ruhte ich mich aus, damit ich Montag dann direkt zum Ministerium gehen konnte um mein Visum zu beantragen (insgesamt verbrachte ich am Montag nur 3! Stunden dort) und von da aus zur Arbeit zu fahren. Montagabend kam der Rest der Familie dann wieder nach Hause und Omar praesentierte stolz, was er von der Oma mitgebracht hatte.

Donnerstag hingegen, als ich Nichts weiter machen musste als das Visum bezahlen und eine Seite abzugeben die noch gefehlt hatte, musste ich 5 Stunden warten, um dann 3 Minuten am Schalter zu sitzen! Da war der Tag eigentlich schon gelaufen, aber die Neuen Freiwilligen kamen ja an, allerdings alle zu spät. Nicht wie geplant um 16.30, sondern um 01.30 Uhr, dementsprechend anstrengend begann das Orientation Camp für die neuen Freiwilligen, aber das Camp war super, hat Spass gemacht und die neue Gruppe der Volunteers ist echt cool!

Natürlich fuhr meine Familie aber an dem Wochenende, an dem ich arbeiten musste, an den Strand, so dass ich nicht mitkonnte… naja ich fahre dann eben in 2 oder 3 Wochen an den Strand, das haben sie jetzt davon :-)

In der folgenden Zeit musste ich noch ein paar Mal zu Ministerien und nie hat alles so geklappt wie ich es wollte – finally habe ich aber mein Visum (auch wenn es nicht nur ein Stempel ist, sondern sie diesmal auch ein hässiches Foto eingefügt haben), die Freiwilligen haben registrierte Reisepässe und ich habe meinen Censo – eine Art Ausweis. Ich hoffe das wars jetzt mit den Ministerien!

Wenn ich mich nicht gerade in Ministerien aufgehalten habe, habe ich gearbeitet. Noch lerne ich, aber das wird schon!

Im Zuge der Arbeit machten wir auch zwei Ausflüge mit den Freiwilligen, einen nach Otavalo und Cuicocha und einen ins Centro Historico von Quito.

Centro Historico

Die beiden Ausflüge haben wir damals auch gemacht, aber es ist interessant, die Ausflüge jetzt von der anderen Seite aus zu erleben, sie mitzuplanen und nachher mitzuhoffen, dass alles so klappt wie es vorgesehen war :-)

An diesem, meinem ersten richtig freien Wochenende seit Arbeitsbeginn, feiern wir zu Hause den Geburtstag der Tante und am Sonntag habe ich mir fest vorgenommen, wieder nach Papallacta in die Thermalbäder zu fahren, um ein wenig zu entspannen.

Geburtstag

Ausserdem haben wir Brot gebacken. Wenn Brot gebacken wird, macht man das immer in kaum vorstellbaren Dimensionen, daher wird z.B. keine Ruehrschuessel fuer den Teig verwendet, sondern eine Plastikwanne!

Backbleche werden vorbereitet

Wenn ich nicht in irgendwelchen heißen Quellen entspanne, spiele ich mit den Kindern Halli Galli (Jetzt, wo sie die Klingel und die Karten wiedergefunden haben), oder UNO.

Meistens verliere ich, zumindest bei UNO, aber die Kinder freuts wenn sie sich gegen mich verbünden können und einen Richtungswechsel nach dem anderen ausspielen, um mir dann die schwarze 4+ hinzuschmeißen!

Man sieht mich zwar nicht, aber Katty und ich haben ZUSAMMEN gekocht!!!

Beste Grüße, Ronjita :-)

Ich habe die Karte aktualisiert!

Mit gemischten Gefühlen verbrachte ich die ersten Tage zurück in Ecuador. Ich war unglaublich glücklich wieder zurück und bei meiner Familie zu sein, aber war schon leicht angesäuert meinen Urlaub umsonst abgebrochen und mich die ganze Zeit so gestresst zu haben.

Grund des Stress’ war die Visum-Frage, kann ich es in Deutschland beantragen, wenn ja was braucht man, wie lange dauert das usw., und das Gleiche für Ecuador. Letztendlich kam ich zu dem Schluss, weil ich nur 10 Tage in Deutschland bin, reicht die Zeit nicht aus und ich muss das Visum in Quito beantragen, also fuhr ich früher nach Hause als geplant.

 

In Quito ging es dann zum Ministerium, mit einer ganzen Mappe von Unterlagen. Pünktlich standen wir da vor der Tür aber wurden nicht mehr reingelassen, weil angeblich schon so viele Leute da waren und es keine Turnos mehr gab.

Na gut, also ging ich am nächsten Tag wieder zum Ministerium und stand da kurz nach 7 Uhr in der Schlange und bekam irgendwann auch einen Turno.

Am Schalter wies man mich dann aber darauf hin, das ich doch noch viiiiel Zeit hätte mein neues Visum zu beantragen und man außerdem das alte Visum ungültig stempeln müsste, was mich dann noch 50$ extra kosten würde.

Wenn ich das Visum aber beantrage wenn ich wiederkomme, habe ich immer noch genug Zeit und muss die 50$ nicht bezahlen.

 

Danke dachte ich mir, ich komm dann nochmal wieder!

 

Also werde ich das Visum erst beantragen wenn ich nach Quito zurückkehre und verbringe den Rest meines Urlaubs in Tumbaco.

 

Am Wochenende aber fuhr ich mit meiner Familie nach Pimampiro, einer winzig kleinen Stadt und von dort aus nochmal mit einer Camioneta eine halbe Stunde aufs Land… meine Gastmutter hat schon häufiger gefragt, ob ich nicht mitkommen wolle wenn sie fuhr, aber ich hatte nie Zeit und es wäre auch immer für eine Woche oder länger gewesen, und das wäre mir zu lang gewesen, außer Natur und Tieren gibt es da nämlich gar Nichts!

Nun gut, dieses Wochenende fuhr ich aber mit und ich war positiv überrascht. Es gibt wirklich Nichts dort, aber irgendwie ist es ganz schön und urig dort!

 

So kann man leben, aber nicht wohnen! Das Haus hat Erde als Fussboden, kaum/keine Fenster… aber Licht und fliessend Wasser, wenn auch kalt!

Kueche

La querida Katty esta disfrutando su desayuno! (chancho hornado con papas…)

Der Anlass, weshalb wir fuhren war die Konfirmation von irgendeinem Neffen, so dass dann die ganze Nacht Musik lief, so laut, dass es selbst mit Ohrstöpseln schwierig war zu schlafen.

Leider hat es den ganzen Tag und die ganze Nacht geregnet, so dass die Sandstrasse eine Matschwüste war, man nicht herumlaufen konnte und gar Nichts und wir dann schon am Sonntag wieder zurückfuhren, anstatt wie geplant am Montagmorgen.

 Mir war es ganz recht, ich wäre aber auch ohne Probleme bis Montag geblieben. (Das sagt sich natuerlich jetzt so leicht, wo ich ich wieder im schoenen Tumbaco bin ;-) )

 Für die letzten Tage ist jetzt nicht so viel geplant, es wird sich noch mit ein paar Freunden getroffen und vielleicht fahren wir noch nach Papallacta, das so wunderschön ist und man dort so wundrbar entspannen kann!

 Dann geht es Montagmorgen schon zum Flughafen und es heißt „Adios Ecuador“ für 10 Tage!

Man schreibt den 30. Juni, es ist abends und die Stimmung etwas seltsam.

Die Zeit war gekommen, adios zu sagen und auf die große Reise aufzubrechen, die schon so lange geplant und dann endlich gekommen war. Wir, also Katja und ich, wollten erst einmal in den Süden Ecuadors fahren, um etwas sehr touristisches zu machen, nämlich eine Fairtrade-Bananenfarm besichtigen. Also ging es mit dem riesigen Reiserucksack auf nach Quito, zum Panamericana Busterminal.

Als ich an der Straße stand, hatte ich irgendwie kein Glück, es kam kein Bus und die, die an mir vorbei fuhren, hielten nicht an, weil sie auf dem Weg nach Hause waren. Ein Bus öffnete dann aber doch die Tür und fragte ob ich nach Quito wolle und hat mich dann mitgenommen. Im Nachhinein war es ein Bisschen leichtsinnig mit dem Bus zu fahren, weil er halt Niemanden weiter aufnahm und mich auch nicht zum normalen Endpunkt brachte, aber näher an den Panamericana Terminal. Mir ist Nichts passiert und ich war pünktlich am Bus, so dass es um 22 Uhr dann in Richtung Machala gehen konnte. Wie immer schlief ich im Bus, auch wenn die erste unserer zahlreichen Busnächte nicht so richtig schön war, und ich im Schlaf unterbrochen wurde, als ein Kind anfing sich zu übergeben. Der Rest der Busfahrt verlief dann aber friedlich, und gestoppt wurde nur in ein paar Städten um Leute raus zulassen.

Morgens in Machala angekommen, wurden wir von einem Mitarbeiter der Farm und einer Volontärin abgeholt. Der sagte dann, wir könnten die Farm besichtigen, plus ein soziales Projekt plus die Verschiffung der Bananen.

Das soziale Projekt wollten wir eigentlich nicht besichtigen, davon hatten wir ja im letzten Jahr genug gesehen, aber anscheinend war es ihm sehr wichtig uns das Projekt zu zeigen, so dass er sagte, gut, dann müsst ihr das nicht bezahlen und wir zeigen es euch so. Also haben wir es uns angesehen, war auch ganz nett, aber nichts Neues, das Projekt war eine Schule für behinderte Kinder.

Danach ging es auf die Bananenfarm, das war interessant, aber nicht so spannend wie ich es mir vorgestellt hatte. Jetzt weiß ich aber, dass ein Bananenbaum nur eine Staude in seinem Leben hervorbringt und dann gefällt wird, daneben wächst aber dann schon ein Ableger, der wiederum eine Staude hervorbringen wird.

Bananenbaumbluete

Erstaunlich war, wie kritisch die Leute mit den Bananen sind. Die Bananen waren für den europäischen Markt und es durfte nicht eine klitze kleine Stelle geben, die nicht grün war, sonst wurde die Banane aussortiert, weil sie für unseren Markt nicht geeignet ist.

Auf den ersten Blick sehen die doch alle gut aus! (aber für unseren erhabenen Markt nicht zu gebrauchen).

Die aussortierten Bananen werden dann auf dem Südamerikanischen Markt verkauft, so wie ich es verstanden habe. Und danach ist mir auch aufgefallen, dass man hier keine schön gelben Bananen kaufen kann, die haben alle braune Stellen und sehen nicht schön aus! (Kosten dafür aber auch nicht so viel!)

Nach der Bananentour, Ich, Katja, Taz (Tokio) &  Eeva (Finland)

→ auf der Rückfahrt nach Quito, bei der ich nicht schlief, sah ich dann eine Dole-Bananenfarm neben der anderen, nur unterbrochen von ein oder zwei Chiquita-Farmen, die allesamt wahrscheinlich nicht Fairtrade sind :-(

Dann ging es im Nachtbus nach Peru. Die Busfahrt war solala, man konnte nicht so gut schlafen, weil ständig gestoppt wurde und man außerdem Angst hatte, die Grenze und den Stempel im Pass zu verpassen. Außerdem wurde es kalt in der Nacht im Bus und ohne Decke schläft es sich dann erst Recht nicht so gut.

Schließlich hatten wir aber alle Stempel die wir brauchten und kamen irgendwann, viel zu früh für unsere Verhältnisse, in Piura an. Wir warteten darauf, dass es heller wurde, und fuhrem zum Busterminal um nach Lima zu fahren. Natürlich gab es keinen direkten Bus, so dass wir erst in  einen kleinen Ort, Chiglayo, fahren mussten. Da machten wir uns gleich mit den viel teureren Buspreisen bekannt, bezahlten geschockt das Fahrgeld und fuhren 3 Stunden nach Chiglayo. Die Busfahrt war langweilig, wir fuhren durch die Pampa, es gab echt Nichts zu sehen und fast machte sich Enttäuschung breit. Die ersten Stunden in Peru waren also nicht so von Begeisterung erfüllt, wie wir uns das erhofft hatten, außerdem waren die ersten Leute die uns begegneten irgendwie alle doof, jedenfalls fühlten wir uns von denen nicht nett behandelt, und bei mir machte sich das erste Heimweh nach Ecuador breit!

Chiglayo war dann eine kleine, nicht so schöne aber auch nicht total hässliche Stadt, wo es aber Nichts zu sehen gab und wir quasi nur auf den Bus nach Lima warteten, ein wenig umherstreifend.

 Kleine, gute Staerkung fuer die Busfaehrt, danke Mami!

Die Busfahrt nach Lima war wieder nur so mäßig, weil sehr kalt! Aber in Lima angekommen bekamen wir gleich unser Busticket für  den Abend nach Cuzco und von da an konnte es ja eigentlich nur noch Bergauf gehen!

Lima ist eine hässliche, viel zu große Stadt (ich glaube mehr als 8 Millionen Einwohner), die kein vernünftiges Bussystem besitzt. Wieder einmal dachte ich wehmütig an das schöne Ecuador zurück, dass in jeder kleinen oder größeren Stadt, in der ich war, ein gutes Bussystem hatte. Außerdem muss man in Lima am Wochenende mehr für die Busse bezahlen als unter der Woche, das ist doch nicht fair!

Jedenfalls gibt es übermäßig nur so kleine Bussettas, also ausgebaute Minibusse, die überfüllt sind und bei denen man von außerhalb nicht weiß wo die hinfahren, man muss eben drauf achten was die Busschreier so rufen und dann im richtigen Moment die Hand heben, damit sie anhalten!

Aber wir fuhren nur mit 2 Bussen, da hielt sich der Stress in Grenzen, ich bin aber froh, dass in Quito und Tumbaco mehr Busse und nur ganz wenig Bussettas den Alltag bestimmen!

 In Lima besuchten wir nur das „Centro Histórico“ und den neuen Stadtteil, Miraflores, den man mit Quitos Mariscal vergleichen könnte. Miraflores war auch nicht so richtig schön, also schon schön, aber offensichtlich wohnten da nur die Reichen und die Gebäude waren sehr europäisch. Es gab aber ein Einkaufszentrum mit Meerblick, das war echt cool, allerdings hatten bei den Preisen auch wieder nur die Reichen was davon! (Ich hab keine Fotos von Lima, Kameraakku war sonderbarerweise alle….)

 Abends ging es dann nach Cuzco, eine 20 Stündige Busfahrt die unglaublich kalt war. Ich fragte nach einer Decke, aber die Leute im Bus hatten keine. Als ich die Gardine am Morgen aufschlug, blickte ich auf eine Schneelandschaft, aus den Fenstern eines unbeheizten Busses. So war es nicht verwunderlich, dass in Cuzco angekommen, ich mir nach 4 Nächten im Bus eine Erkältung zugezogen habe, die sich bis zu meiner Rückkehr nach Quito nicht vollständig verflüchtigen wollte.

 Cuzco hingegen war eine sehr schöne Stadt. Als wir auf Cuzco zufuhren und „Bienvenido a Cuzco“ passierten, dachte ich, bzw. sagte auch, „Das sieht ja kleiner aus als Tumbaco!“ Katja hat gelacht und dann im Tal erstreckte sich auch die ganze, schöne, braun-rote Stadt.

Als erstes gingen wir zum Büro, in dem die Zugtickets für Machu Picchu verkauft wurden.

Ich war etwas erstaunt über die Preise, also ich wusste ja es ist teuer, aber so teuer hätte ich nicht gedacht.

Wir kauften natürlich die billigsten Zugtickets zu den ungünstigsten Zeiten, aber so war es dann noch zu bezahlen! Im Machu Picchu Ticket-Büro hatten wir mehr Glück, nach Einigem Hin und Her bekamen wir mit unserem Ecuador-Visum und dem Censo den Preis für Ecuatorianer und die Frau am Schalter war sehr nett und sagte, wenn die uns damit nicht reinlassen, sollen sie im Büro anrufen und das abklären. So bezahlten wir „nur“ die Hälfte des Eintrittspreises für die eigentliche Ruine.

Wir mussten aber 4 Tage in Cuzco bleiben, weil wir für früher keine Zugtickets bekommen haben. Das war aber nicht schlimm denn die Stadt ist wirklich schön, vor Allem das „Centro Histórico“.

Am ersten Abend schlenderten wir nur so durch die Gegend und gingen relativ früh ins Bett (Wir hatten ein gutes, günstiges Hostel-Zimmerchen, mit warmer Dusche und Pay-TV, da geht man gerne mal früher schlafen!

 Am nächsten Tag fuhren wir dann als Erstes mit einem Bus (Bussetta, gleiches, nicht so richtig ausreichendes Bussystem wie in Lima) auf einen Aussichtspunkt in Cuzco, und von da spazierten wir dann wieder hinunter, durch ein Marktviertel und aßen Mittag. Wir fanden am nächsten Tag ein nettes, kleines, günstiges Lokal mit leckerem Essen.

In Cuzco besuchten wir ein Inka-Museum, einen Monasterio, einige Inka-Monument-Überreste, die Artesania-Märkte (die sind furchtbar, die haben alle das Gleiche, egal ob man nach Bolivien, Peru oder Ecuador zu diesen Märkten fährt, aber die haben eine unglaublich anziehende Wirkung!) oder spazierten einfach nur durch die Straßen.

Ich verstehe nicht genau warum gerade in dieser Woche, aber als wir da waren feierte Machu Picchu 100-Jähriges Jubiläum. Eigentlich wurde es Ende Juli entdeckt, aber die große Feier fand schon am Mittwoch, den 7. Juli statt, daher auch die Ticket-Schwierigkeiten. Zu diesem Ereignis fand natürlich wieder ein Desfile statt, das aber auch ganz schön war, wenn man sich das nur ein Paar Minute ansieht und nicht die ganze Show, außerdem sind die Kostüme und Masken anders als in Ecuador, so dass es ein neuer Anblick war! Abends gab es dann Konzerte auf der „Plaza de Armas“ und ein kleines, niedliches Feuerwerk.

 

Arte moderna cuzqueña

Freitag ging es dann aber endlich mit dem Bus nach Ollantaytambo und von dort aus mit dem Zug nach „Aguas Calientes“, oder auch „Machu Picchu Town“, wo alles überteuert ist und ich von den Leuten da eher genervt war, weil man nirgends lang gehen kann ohne mindestens 5 Angebote für irgendwas zu bekommen, das man nicht will. Aguas Calientes war aber ja auch nur der Zwischenstopp, um von dort aus mit dem Bus zur Ruine zu fahren.

Wir standen schon um 4 Uhr Morgens in der Schlange, um in einen der ersten Busse zu kommen, weil wir nicht nur Machu Picchu sehen wollten, sondern auch auf den Huayna Picchu klettern wollten, von dem man angeblich eine wundervolle, atemberaubende Aussicht haben konnte.

Die Schwierigkeit besteht darin, das insgesamt nur 400 Leute pro Tag da hoch dürfen – 200 um 7 Uhr, 200 um 11 Uhr.

Nun verhielt es sich aber so, dass wir an einem Samstag zur Ruine wollten und die Schlange um 4 Uhr schon sehr lang und voller Leute war, so dass ich den Zug des Huayna Picchu schon als abgefahren betrachtete und meine Laune sich etwas senkte, weil ich dachte, jetzt müssen wir da 2 Stunden für gar Nichts in der Schlange stehen.

Oben am Machu Picchu angekommen waren noch mehr Menschen da und etwas missmutiger als zuvor, und hinter mir standen ein paar Amerikaner in der Schlange, die sich über den britischen Akzent bei Harry Potter lustig gemacht haben.

Irgendwann angekommen, stellte sich heraus, dass wir in der Schlange für die Stempel standen und es noch Stempel für den Huayna Picchu um 7.00 Uhr Morgens gab. Schlagartig besserte sich meine Laune und alles war wieder bestens.

Wir kletterten also den Berg hinauf, und die Aussicht war wirklich schön, da oben hat’s mir eigentlich noch besser gefallen als auf der eigentlichen Ruine.

Machu Picchu lebt!!!

Machu Picchu an sich war dann aber auch schön, wir hatten allerdings keinen Guide, so dass wir es uns zwar angeguckt haben, aber bei einigen Dingen wahrscheinlich nicht verstanden was wir genau da sahen.

2x wollten wir uns einer Gruppe mit Guide anschließen, aber die eine Gruppe verloren wir dann, als wir ein paar Fotos machten und der andere war irgendwie „annoing“, total nervig und hat immer mit den Leute der Gruppe geredet als wären die total doof oder nicht älter als 10 Jahre alt, so dass wir uns freiwillig von der Gruppe entfernten.

Wir hatten aber wundervolles Wetter, so dass ich mit einem krebsroten Gesicht wieder in Aguas Calientes ankam, und mit vielen vielen fiesen kleinen Insektenbissen. Wer ahnt denn das man auf der Höhe von diesen Viechern verfolgt wird? Ärgerlich war halt, dass ich das Anti-Insektenzeug im Rucksack im Hotel hatte, nur nicht wusste dass ich es brauchen würde!

Nach dem Ruinenbesuch gingen wir noch in ein Thermalbad, das nicht so richtig schön sondern eher ein Bisschen eklig und natürlich überfüllt war, dazu nicht warm genug um es so richtig zu genießen, und fuhren mit Zug und Bus wieder nach Cuzco, verbrachten einen weiteren Tag dort, um mit dem Nachtbus nach La Paz zu fahren. Das war wieder so ein Abenteuer für sich.

Morgens kauften wir das Ticket, für 22 Uhr. Um 20.30 Uhr oder so waren wir dann auch am Terminal und warteten auf den Bus. Viertel vor Zehn wollten wir dann zum Bus, da sagte der Typ uns, wir könnten mit unserem Ticket nicht passieren, er sagte aber nicht warum. Irgendwann sagte man uns, diesen Bus und auch diese Company gäbe es nicht, wir würden jetzt eine Anzeige machen.

Ich meinte nur so, ja gut, aber erst hole ich mir mein Geld zurück, immerhin gab es die Busgesellschaft ja, sonst hätte ich ja das Ticket nicht da kaufen können. Da wartete die Frau dann schon auf uns und gab uns andere Tickets, für eine andere Busgesellschaft, so dass wir dann doch noch nach La Paz konnten. Allerdings mussten die ja vorher wissen, dass deren Bus nicht fährt und als wir unsere Rucksäcke da abholten, so um 21 Uhr, sagten wir, wir wollen nach La Paz und wir haben die ganze Zeit vor deren Ticketschalter gesessen. Na egal, schlussendlich war unser Bus besser, als der für den wir bezahlt hatten, wir hatten so einen Betten-Bus, und es gab Decken für alle und es wurde am nächsten Morgen ein GUTER Film gezeigt, was selten ist in den Bussen, allerdings waren wir dann in La Paz, bevor der Film zu Ende war.

In La Paz ging es erstmal wieder auf die Suche nach einem Hostel, und schließlich blieben wir in so einem kleinen, komischen, nicht so richtig schönem, aber zentralem Hostel. Angeblich gabs da Frühstück, das bestand aber aus Kaffee (warmes Wasser, ganz viel Zucker, ganz wenig instant-Kaffee) und 4 Keksen pro Person.

Ich glaube man muss mehr als 2 Tage in La Paz verbringen, um die Stadt wirklich zu mögen, aber interessant war sie auf jeden Fall, vor Allem günstig! Nach 2 Tagen im Zentrum der Stadt, einer Fotoausstellung, einem Aussichtspunkt, vielen Märkten und einem Coca-Museum und einem fast Handtaschenraub ging es dann auch schon weiter, an den Titicacasee.

La Paz

Ich habe mir sagen lassen, die bolivianische Seite des Sees sei viel schöner als die peruanische, das kann ich aber nicht beurteilen, ich war nicht auf der peruanischen. Von Copacabana aus, (das war echt seltsam dahin zukommen. Man musste mit dem Bus den See überqueren. Die Menschen in so einem kleinen Schiffchen und der Bus so:

ging es am nächsten Morgen mit einem Böötchen zur Isla del Sol, von dort aus marschierten wir vom Norden zum Süden der Insel und fuhren mit dem Böötchen wieder zurück.

Auf der Isla del Sol

Aßen „Trucha frita“ für unglaubliche 20 Bolivianos (2€) und ich machte mich auf den Weg zum Busterminal, weil am Abend noch mit dem Nachtbus nach Arequipa fahren wollte.

Viel früher als geplant kam ich dann da an, schon um 3 Uhr anstatt um 5 Uhr, also musste ich bis es hell wurde im Terminal warten, kaufte mir das Busticket nach Lima und sah mich in Arequipa um.

Arequipa ist schön, die „weiße Stadt“ ist wirklich weiß. Ich sah aber nicht so richtig viel, ein paar Stunden saß ich einfach nur am „Plaza de Armas“, genoss die Sonne und las, ich war nämlich unglaublich müde von den vielen Nächten mit wenig Schlaf, dann sah ich mir noch einen Monasterio an, obwohl ich eigentlich nicht so richtig interessiert war, mir aber viele Leute sagten der sei richtig schön und es würde sich lohnen. Dann erschrak ich mal wieder beim Eintrittspreis von mehr als 12$ ohne Guide, sahs mir aber trotzdem an. Der Monasterio war auch schön, da kann man Nichts gegen sagen. Das Besondere am Monasterio war/ist, dass er quasi eine kleine eigene Stadt in der Stadt ist.

“Waschmaschine”

Aussichtspunkt, Mirador Arequipa

Danach ging ich noch zu einem Aussichtspunkt und fuhr wieder zum Terminal, um nach Lima und von dort am nächsten Tag nach Tumbes, einer kleinen Stadt nahe der ecuadorianischen Grenze zu fahren. Es gab keinen Direktbus nach Quito, jedenfalls nicht für den Tag an dem ich fahren wollte und ich wollte nicht in Lima übernachten.

In Tumbes nahm in dann ein Taxi nach Huaquillas, holte mir in Peru und dort meine Stempel und nahm von dort einen Bus nach Quito. Insgesamt habe ich so viel mehr bezahlt als eigentlich, wenn man einen Bus von Tumbes aus genommen hatte, aber es gab keinen richtigen Busterminal, alle Terminals waren in der Stadt verstreut und mir wars letztendlich egal, ich wollte nur nach Hause!

Außerdem war ich etwas in Eile, denn ich kann mein neues Visum nicht in Deutschland beantragen, dafür bin ich nicht lange genug in Hannover, in Quito dauert das aber auch seine Zeit und da ich am 1.8. schon zurückfliege, muss ich das Visum jetzt hier beantragen, voraussichtlich Mittwoch.

Letztendlich waren wir 00.15 Uhr in Quitumbe, mein letzter Bus nach Hause war vor einer halben Stunde abgefahren. Das schiebe ich dem Bus in die Schuhe, der hielt nämlich unterwegs an, rauchend, ist dann aber weiter gefahren.

Jedenfalls war ich froh noch ein paar Dollar zu finden und konnte mit einem Taxi nach Hause fahren, ich wollte nämlich nicht bis mindestens 5 Uhr morgens warten.

Zu Hause angekommen war ich überglücklich, außerdem gab es gleich eine schöne Überraschung, die riesige Wasserwanne war aus dem Bad verschwunden, sowie der kleine gelbe Eimer und als ich dann Wasserhahn drehte, kam tatsächlich Wasser heraus!! Also nach 6 Monaten endlich wieder fließend Wasser :-)

Final-Camp

Letztes Wochenende, von Samstag bis Montag verbrachte ich wieder nicht zu Hause, sondern fuhr Samstag Morgen nach Tabacundo, etwa 1,5 Stunden von Quito entfernt, auf die Farm, wo Felix jetzt arbeitet. Der Anlass war unser Final-Camp – quasi Evaluations-Camp unseres Ecuador-Jahres. Auch die 6-Monats-Freiwilligen die Anfang des Jahres ankamen, waren bei dem Camp dabei.

War halt auf  ‘ner Farm!

Diese Camps bestehen immer aus vielen Einheiten/Aktivitäten, aber auch aus viel Freizeit und Spass!

Hier mal der Stundenplan, ist zwar auf Spanisch aber Einiges versteht man bestimmt!

Es gab Einheiten zum Thema Rückkehr ins Heimatland, aber auch ganz viel zum Thema, was man hier erreicht hat oder wie man sich selbst verändert hat, bzw. ob man sich vielleicht verändert hat.

Kleines Theaterstueck

Dieses Bild haben wir an eine Wand der Schule nahe der Farm gemalt, die Kinder machten die Handabdruecke!

Dazu viele tolle Sachen, wie das Lagerfeuer „Smores“. Smores kommt aus den USA und leitet sich ab von I want some more! Smores ist ein Kekssandwich. Man nehme einen Keks, lege darauf ein oder zwei oder drei oder vier, wie man eben möchte, Stücke Schokolade, darauf wiederum lege man am Besten zwei über dem Lagerfeuer gebratene Marshmallows und schließe das Kekssandwich mit dem zweiten Keks.

Lustige Idee, hat auch nicht schlecht geschmeckt, mehr als einen Smores kann man aber nicht essen, und das Marshmallowbraten ist schon sehr anstrengend bei der Hitze, ohne Hände verbrennen geht da eigentlich gar Nichts!

Das Camp war super, das Wochenende hat Spass gemacht und es war schön, etwas mit den anderen Volunteers zu machen.

Fiestas de Tabacundo

meine neue Muetze!

Am Schluss haben wir alle unsere Zertifikate ausgehändigt bekommen, dass wir den Freiwilligendienst abgeleistet haben und dann ging es um 17.30 Uhr auch schon wieder in den Bus nach Quito, und von dort in den guten alten grünen Bussen wieder nach Tumbaco. Zu Hause angekommen unterhielt ich mich dann noch ein Bisschen mit meiner Gastmutter, die extra auf mich gewartet hat und nicht schon um 20 Uhr ins Bett gegangen ist!

Dienstag ging dann der Kindergartenalltag weiter, aber jetzt fehlen mir nur noch die Tage Mittwoch und Donnerstag und Adios Kindergarten, hola Peru! Donnerstagabend fahren wir, diesmal wieder Katja und ich, nach Machala (noch in Ecuador) und dann nach Peru.

Unser Plan ist erst nach Lima zu fahren, von dort aus nach Cuzco, Macchu Pichu, Titicacasee, La Paz, Salzwüste in Bolivien, wieder nach Peru, Arequipa, Mancora und wieder nach Ecuador.

Mal sehen was sich auf der Strecke noch zum Zwischenstopp anbietet. Das Ganze ist geplant für etwa vier Wochen, aber wir werden sehen wie weit wir in der Zeit kommen und wie lange das Geld reicht!

Wenigstens Peru soll viel teurer sein als Ecuador, zumindest was das Busfahren angeht, 3x so teuer! Ich lasse mich überraschen!

Macht es gut und genießt den Sommer!

Beste Grüße, Ronjita.

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